Natur und Jagd im Kreis Coesfeld
... Waschbär
Waschbär (Procyon lotor), wahrscheinlich der bekannteste aller Kleinbären (Procyonidae) und eng verwandt mit den Wickelbären, den Nasenbären und den Kleinen Pandas. Dieser Neuweltvorbär hat einen kräftigen, echt bärenartigen Bau, und er trabt und schaukelt auch wie ein echter Bär dahin. Kennzeichnend für den Waschbären sind die großen, schwarzen Augen-Wangenflecken und die fünf bis acht schwarzen Ringe auf dem Schwanz. Es gibt vom Waschbär zwar eine ganze Reihe von örtlichen Rassen, aber die Hauptkennzeichen sind allen eigen. Im Übrigen variiert die Färbung des dichten, langhaarigen Pelzes von grau bis braun.

Die bekanntesten Waschbärarten sind der Schupp oder eigentliche Waschbär (Procyon lotor) und der Krabbenwaschbär (Procyon cancrivorus). Der Schupp findet sich von Kanada bis ins nördliche Mittelamerika; der Krabbenwaschbär von Panama bis Brasilien. Der Krabbenwaschbär ist im allgemeinen etwas größer als der Schupp und hat ein kurzhaariges Fell. Größe und Gewicht der Waschbären sind sehr variabel und hängen stark vom Nahrungsangebot ab. Der Schupp hat gewöhnlich eine Kopfrumpflänge von 60 - 65 cm und einen ungefähr 25 cm langen Schwanz. Die Waschbären haben lange, schlanke Finger, die nicht durch eine Zwischenhaut miteinander verbunden sind. Sie sind darum beinahe genauso beweglich wie die der Affen. Die Krallen sind nicht einziehbar, und die Fingerspitzen sind sehr empfindlich. Der Waschbär verdankt seinen Namen der Tatsache, dass er alle Nahrung, die ihm zu schmutzig erscheint, wäscht oder zumindest mit den Fingern säubert. Der Waschbär ist ein Allesfresser, aber ein großer Teil seiner Nahrung besteht aus Flußkrebsen, Schildkröten, Muscheln, Fröschen und kleinen Fischen, also aus sauberen Wassertieren. Diese ergreift er mit den Pfoten und verzehrt sie sofort. Daneben frisst er allerlei kleine Landtiere, pflanzliche Kost und Früchte. Der Waschbär gilt als ziemlich intelligent. Auf jeden Fall ist er sehr anpassungsfähig, gewitzt und mutig und kann gut klettern und schwimmen. Der Waschbär wurde und wird wegen seines kostbaren Pelzes stark verfolgt, und er verdankt es nur seiner großen Anpassungsfähigkeit, dass er in seinem Bestand noch nicht ernsthaft bedroht ist. Die Jungen kommen nach einer Tragzeit von 60 - 70 Tagen in einem Baumhöhlennest zur Welt. Durchschnittlich umfasst ein Wurf vier Junge. Diese sind bei der Geburt blind, sehr klein und nur 70 g schwer. Mit sieben Wochen verlassen sie zum erstenmal das Nest, und einen Monat später begleiten sie ihre Eltern regelmäßig bei der Nahrungssuche.
Waschbär - kurz und bündig:
Länge

60 - 65 cm zzgl.
25 cm Schwanz

Gewicht 5 bis 7 kg
Ranzzeit Januar bis März
Tragzeit 63 bis 65 Tage
Zahl der Jungen 2 bis 5
Die Wascbären unterliegen dem Jagdrecht. Sie kommen im Kreis Coesfeld nicht vor.
Wir danken der INTERRA Verlags- und Buchservice GmbH & Co., Tangstedt/ Hamburg, die uns das Text- und Bildmaterial zur Verfügung gestellt hat, für die uneigennützige Unterstützung.
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