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Natur und Jagd im Kreis Coesfeld | ![]() |
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| ... Kormoran | |||||||||||||||
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Kormorane (Phalocrocoracidae), eine Familie von Ruderfüßlern mit langem
Hals, langem Hakenschnabel und sehr großen Flügeln. Die Familie umfasst
ungefähr 30 Arten, doch ist die Klassifikation einiger Arten, vor allem
der arktischen Formen, noch ziemlich unsicher. Die Kormorane finden sich
in allen Kontinenten an den Meeresküsten und an den Ufern großer Binnengewässer,
fehlen aber im Norden Kanadas und Asiens sowie auf einigen Inseln im Großen
Ozean. Die Länge der Kormorane variiert von 50 cm bis 1 m. Die meisten Kormorane haben ein einfarbig schwarzes Gefieder, manchmal mit grünlichem oder bläulichem Schimmer. Auf der südlichen Erdhälfte finden sich einige Arten mit grauem Gefieder, und einige Arten haben auch etwas Weiß an der Kehle oder am Bauch. Die Augen, der Schnabel und eine kleine Partie rund um die Schnabelwurzel sind oft leuchtend gefärbt. Während der Brutzeit haben viele Arten weiße Schmuckfedern auf dem Kopf, dem Hals und den Flanken. Der Schnabel ist lang, kräftig und an der Spitze hakenförmig gekrümmt. Die Beine sind kurz und kräftig, und die Füße sind mit Schwimmhäuten versehen. Obwohl sie sehr gute Schwimmer sind, gehen die Kormorane im allgemeinen nur zum Fischen ins Wasser. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass ihr Gefieder infolge der lockeren Struktur schnell durchnässt. Nach dem Fischen stehen und sitzen die Kormorane oft lange Zeit mit weit ausgebreiteten Flügeln da. Man nimmt an, dass sie das tun, um ihre Flügel zu trocknen, ist dessen aber nicht sicher. Beim Tauchen und Unter-Wasser-Schwimmen halten sie die Flügel leicht angewinkelt und verwenden sie zum Steuern und Bremsen. Sogar der flugunfähige Galapagoskormoran (Nannopterum harrisi) verwendet seine Flügel in dieser Weise. |
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meisten Kormorane sind sehr gesellig und brüten in Kolonien auf dem Boden,
auf Felsen und auf Bäumen. Manche Arten finden sich ausschließlich an der
Küste, manche ausschließlich im Binnenland, manche sowohl an der Küste als
auch an großen Binnengewässern, also überall, wo sie genügend Nahrung (Fische,
Weichtiere und Lurche) finden. Eine beinahe weltweite Verbreitung hat der
Gewöhnliche Kormoran (Phalacrocorax carbo), welcher, mit einer Länge von
maximal 1 m, der größte aller Kormorane ist. Er findet sich in großen Teilen
Europas und Asiens, in Afrika, Australien und Neuseeland und im Nordosten
von Nordamerika und Kanada. Er bewohnt die Küsten und große Binnengewässer
und nistet auf Felsen und Bäumen. Seine Hauptnahrung ist Fisch. Im Gefieder und in der Größe unterscheiden sich die Männchen kaum von den Weibchen, und auch bei der Balz sind Männchen und Weibchen leicht miteinander zu verwechseln, da beide abwechselnd unterwürfig und stolz tun. Vom Galapagoskormoran weiß man mit Sicherheit, dass er monogam ist, bei allen übrigen Arten bestehen hierüber Zweifel. Die jungen Kormorane sind anfangs nur spärlich behaart und blind. Die ersten Tage werden sie mit einem Nahrungsbrei aus dem Schnabel der Eltern gefüttert, später versenken sie ihren Schnabel tief in den Rachen der alten Vögel und holen sich die vorverdaute Nahrung selbst heraus. Manchmal würgen die Alten die Nahrung auch heraus und spucken sie ins Nest. Bei der Ohrenscharbe (Phalacrocorax auritus) hat man festgestellt, dass sie den Jungen ab und zu Kieselsteinchen füttert. Die Jungen behalten diese Steinchen zur besseren Verdauung bei sich, bis sie alt genug sind, um sie wieder hervorzuwürgen. Da sich die Kormorane in erster Linie von Fisch ernähren und oft in riesigen Scharen zusammenleben - der Guanokormoran (Phalacrocorax bougainvillei) zum Beispiel lebt in Millionen Tiere umfassenden Brutkolonien -, sind sie in manchen Gebieten mögliche oder sogar echte Nahrungskonkurrenten der Menschen, wobei noch hinzukommt, dass sie einen sehr hohen Nahrungsbedarf haben. Aus die sein Grunde wurden und werden sie in diesen Gebieten schwer verfolgt, und wenn in der Nähe der gebräuchlichen Brutgebiete nicht genügend Fisch zu finden ist, sterben oft Tausende vor Hunger. Viele Kormorane fallen auch der Wasserverschmutzung zum Opfer. Fest steht aber, dass die meisten Kormorane Fisch mit sehr geringem oder keinem Handelswert fressen und darum eigentlich keine ernste Konkurrenz für die moderne Fischerei bilden. |
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