![]() |
Natur und Jagd im Kreis Coesfeld | |||||||||||||||||||||
| ... Kaninchen | ||||||||||||||||||||||
|
Kaninchen Kaninchen, zur Familie der Hasen gehörende, kleine bis mittelgroße,
auf dem Boden lebende Säugetiere. Die Kaninchen haben kürzere Ohren und Hinterbeine
als die Hasen und einen sehr kurzen Schwanz. Die Wildkaninchen werden in acht
Gattungen unterteilt: Pentalagus, Pronolagus, Romerolagus, Caprolagus, Lepus,
Sylvilagus, Nesolagus und Oryctolagus. Am bekanntesten und auch am weitesten
verbreitet ist das europäische Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus). Die ursprüngliche
Heimat des Wildkaninchens waren die westlichen Mittelmeerländer. Als typischer
Kulturfolger verbreitete es sich von dort aus über ganz West- und Mitteleuropa.
Von Europa aus wurde es in vielen anderen Teilen der Welt, darunter Australien,
Neuseeland und zahlreiche Inseln, eingeführt. Da es vor allem in Australien
wenig oder keine natürlichen Feinde hatte, vermehrte es sich dermaßen, dass
es zu einer wahren Landplage wurde und nur noch durch Einführung von Myxomatose,
einer tödlichen Viruskrankheit, bekämpft werden konnte. Das Wildkaninchen ist der einzige Vertreter der Ordnung Lagomorpha (Hasenartige), der mit Erfolg gezähmt wurde und als Haustier heute in zahllosen Ländern vorkommt. Das Angorakaninchen war bereits den Römern bekannt. Die normale Färbung des Wildkaninchens ist grau- bis rostbraun. Bei den Zuchtkaninchen unterscheidet man zahlreiche Rassen, die naturfarben, sandfarben, schwarz, grauweiß und bunt sein können. Der Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen ist sehr gering. Das Wildkaninchen hat eine Kopfrumpflänge von ungefähr 45 cm und ein Gewicht von gut 2 kg. Das Wildkaninchen wird bereits mit drei Monaten geschlechtsreif und kann jährlich 5 - 6 Würfe haben. Die Tragzeit dauert 28 - 30 Tage, und pro Wurf werden 4 - 8 Junge geboren. Die Jungen kommen in einer unterirdischen Brutkammer, welche mit eigener Wolle und Gras gepolstert ist, zur Welt. Zu dieser Brutkammer führt eine Röhre, deren Eingang mit Erde verschlossen wird, und zusätzlich werden am Eingang Urin und Kot deponiert, um andere Kaninchen abzuschrecken. Die Jungen sind bei der Geburt nackt und blind. Sie öffnen erst nach zehn Tagen die Augen und werden drei Wochen lang gesäugt. Die Wildkaninchen leben kolonienweise in festen Territorien, die gegen alle Eindringlinge verteidigt und im allgemeinen auch respektiert werden. Die Grenzen des Territoriums werden durch Kot, welchem der Duft eines Analdrüsensekrets anhaftet, markiert. |
![]() |
|||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||
| Sie wünschen weitere Informationen zum Hermelin? Dann schicken Sie uns eine Nachricht. Damit wir aus der Vielfalt der Materialien die für Sie zweckmäßigen Informationen zusammenstellen können, teilen Sie uns bitte konkret mit, worauf Sie besonderen Wert legen. | ||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||