| Natur und Jagd im Kreis Coesfeld | |||||||||||||||||||||||||
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| ... Fasan | |||||||||||||||||||||||||
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| Fasane
sind Vögel aus der Familie Phasianidae, bei welchen die männlichen Tiere
meistens viel farbenprächtiger sind als die weiblichen. Alle Fasane verbringen
einen großen Teil ihres Lebens auf dem Boden, wo sie nach Art der Hühner
ihre Nahrung vom Boden auflesen oder aus der Erde scharren. Mit ihren langen
und kräftigen Beinen können sie verhältnismäßig schnell laufen und große
Strecken zurücklegen. Sie fühlen sich am Boden viel mehr zu Hause als in
der Luft und suchen bei Gefahr lieber einen Unterschlupf im Gesträuch, als
sich in die Luft zu erheben. Beim Auffliegen erheben sie sich mit Hilfe
ihrer kurzen, aber breiten Flügel beinahe senkrecht in die Luft. Die meisten
Fasane sind Bodennister und graben einfach eine Mulde unter einem Strauch
oder im hohen Gras. Manche Arten legen ihre Eier gerne an eine hochgelegene
Stelle und bedienen sich oft der alten Nester anderer Vögel, zum Beispiel
von Tauben. Besonders bei den Kongopfauen und den Satyrtragopanen ist diese
Methode sehr beliebt. Bei vielen Fasanen haben die Hähne mehrere Weibchen
oder paaren sich willkürlich mit den paarungswilligen Hennen. Der bekannte Jagd- oder Edelfasan (Phasianus colchicus) ist auch in Deutschland als Jahresvogel weit verbreitet. Auch im Kreis Coesfeld kommt er flächendeckend vor. Seine Populationsstärke ist biotop- und witterungsbedingt schwankend. Für die Aufzucht ist der Witterungsverlauf in der frühen Aufzuchtzeit (15. Mai - 15. Juni) besonders relevant. Durch Kreuzungen mit anderen, eingeführten Rassen tritt er in vielerlei Formen auf, ist aber immer deutlich an seinem glänzend grünen Kopf mit den roten Hautlappen in der Augengegend und den kurzen Ohrbüscheln zu erkennen. Meistens hat er auch einen deutlichen weißen Halsring. Die Hennen haben eine braungelbe, schwärzlich gefleckte Schutzfärbung. Groß und kräftig gebaut sind die Hähne der drei Arten von Glanzfasanen (Lophophorus), den schönsten aller Fasanenarten. Ihr Gefieder irisiert in so vielen metallisch glänzenden Farbschattierungen, wie sie höchstens noch bei Kolibris vorkommen. Die Glanzfasane sind ausgesprochene Gebirgstiere. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Ostafghanistan über den Himalaja bis zu den Bergen Westchinas. Ihre Nahrung sind Wurzeln, Zwiebeln und Samen sowie Insekten und deren Larven. Zum Graben benutzen sie außer den kräftigen Füßen auch den großen, starken Schnabel. |
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Die zehn Arten der Gattung Lophura haben eine aufrechte Haltung und lange,
mit scharfen Sporen bewaffnete Beine. Der Schwanz ist zusammengedrückt und
dachförmig. Große, nackte Hautlappen bedecken in der Augengegend einen Teil
des Kopfes. Bei zwei Arten sind diese Hautlappen blau, bei den übrigen acht
Arten rot. Diese Fasane bewohnen tief bis mittelhoch gelegene Waldgebiete
vom Himalaja über Südostasien bis Taiwan und Borneo. Ihr bekanntester Vertreter
ist der Silberfasan, der gerne in Gefangenschaft gehalten wird. Auch der
Swinhoefasan ist bei Vogelzüchtern sehr beliebt. In seiner Heimat Taiwan
ist dieser schöne Vogel leider sehr selten geworden und vom Aussterben bedroht.
Bei den Ohrfasanen (Crossoptilon) gibt es drei deutlich zu unterscheidende Arten: die weiße, die blaue und die braune Art. Alle Ohrfasane sind auffallend groß und gut angepaßt an das Leben in den hohen Gebirgslagen, die sie bevorzugen. Ihr großer, kräftiger Schnabel spielt bei der Nahrungssuche eine wichtige Rolle. Die Weibchen haben die gleiche Färbung wie die Männchen, aber keine Sporen an den Läufen. Die sogenannten Ohren werden durch verlängerte Deckfedern in der Ohrgegend gebildet. Sie sind allen drei Arten gemein. Die Heimat der Ohrfasane sind die Hochgebirge Tibets und Nord- und Westchinas. Zu den Langschwanz- oder Bindenschwanzfasanen (Syrmaticus) gehören eine Reihe von örtlich nur sehr begrenzt auftretenden Arten, wie zum Beispiel der Elliotfasan aus Südostchina, der Mikadofasan aus Taiwan, der Kupferfasan aus Japan und der Königsfasan aus Nord- und Zentralchina. Der Königsfasan ist verhältnismäßig bekannt und in vielen Tiergärten zu bewundern. Der Mikadofasan kommt in Freiheit nur noch selten vor und ist vom Aussterben bedroht. Die beiden Arten von Kragenfasanen (Chrysolophus), der Goldfasan und der Amherstoder Diamantfasan, sind ausgesprochen schöne Tiere und sehr beliebte Ziervögel. Ihren Namen Kragenfasane verdanken sie dem großen Kragen der Hähne, der bei der Balz so weit wie möglich aufgestellt wird. Beide Arten sind in den Bergen Südosttibets und Zentralchinas beheimatet. Der große Argusfasan (Argusianus argus) ist ein sehr eigenwilliger Geselle. Normalerweise ist sein Gefieder zwar schön, aber lange nicht so auffallend wie das der meisten anderen Fasanenarten. Bei der Balz ändert sich das jedoch schlagartig, und seine Färbung ist kaum noch zu beschreiben. Dann entfaltet er seine großen, breiten Armschwingen, und zahllose, bunte Perlenflecken und große, schillernde Augenflecken auf verschieden farbigem Untergrund werden sichtbar. Während der Balz hält das Männchen seine ausgebreiteten Flügel vor seinem Kopf in die Höhe, so daß sie sich an den Spitzen berühren und er die Henne nur noch durch ein kleines Loch in der Mitte sehen kann. Die beiden besonders langen Mittelschwanzfedern werden dabei hoch aufgestellt, so daß sie den großen Flügelfächer noch überragen. |
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